Rückerstattung der Rücklagen

Die Handelskammer hat bis zum Jahr 2011 knapp 9 Millionen Euro Rücklagen angesammelt – finanziert aus unseren Pflichtbeiträgen. Diese Rücklagen können auf ein wirtschaftlich vernünftiges Maß abgeschmolzen werden; dadurch wird eine sofortige Rückerstattung eines Jahresbeitrages für jedes Mitglied möglich.

 

Unterstützung von klein- und mittelständischen Unternehmen 

Zu wenig Hilfe für die Kleinen - das muss sich ändern! Die Handelskammer muss ihre Rolle als Dienstleister auch für klein- und mittelständische Unternehmen ausbauen.

 

Mehr Transparenz

Gegenüber uns Pflichtmitgliedern hat die Handelskammer eine besondere Verpflichtung zur Transparenz. Diese wird heute nur unzureichend erfüllt. Beispielsweise ist das aus unseren Pflichtbeiträgen gezahlte Gehalt des Hauptgeschäftsführers ein Geheimnis – genauso wie die Sitzungsprotokolle des Plenums.

 

Vertretung aller Unternehmen in Ostwürttemberg

Nur 41 Prozent sind mit der Interessenvertretung der Handelskammer gegenüber Verwaltung und Politik zufrieden. Das ist ein Zeichen, dass die heutigen Meinungsbildungsprozesse innerhalb der Handelskammer unzureichend sind – dabei ist es eine ihrer Hauptaufgaben, die Interessen aller Unternehmen zu vertreten.

  

Abschaffung der Zwangsmitgliedschaft in den Kammern 

Demokratische und von den Mitgliedern mehrheitlich akzeptierte Kammern brauchen keine Zwangsmitglieder. Bei bundesdurchschnittlich weniger als 10 % Wahlbeteiligung bei VV-Wahlen ist keine grundsätzliche Akzeptanz zur Kammermitgliedschaft erkennbar.

Manche Zwangsmitglieder sind so wütend, dass sie die Kammern am liebsten abschaffen würden. In einer aktuellen Umfrage der Liste Pro KMU sagten 87 Prozent der befragten 110 Unternehmer, sie sähen keinen persönlichen Nutzen in der Tätigkeit der IHK Berlin. Unabhängige, repräsentative Studien gibt es kaum. Die DIHK verweist auf eine aktuelle Umfrage unter 1640 Mitgliedern. Demnach sind 67 Prozent sehr zufrieden oder eher zufrieden. Allerdings: Unter Unternehmen mit bis zu 19 Mitarbeitern sind es nur 65 Prozent, unter jenen mit 200 oder mehr Mitarbeitern dagegen 85 Prozent. 

"Die Kammern leisten sinnvolle Dienste, wir wollen sie nicht abschaffen", betont Kai Boeddinghaus vom Bundesverband für freie Kammern, "wir wollen nur den Zwang abschaffen." Der Berliner Bauunternehmer Scharfenberg ist schon einen Schritt weitergekommen. Seine Initiative hatte bei den jüngsten Wahlen Erfolg: "14 unserer Bewerber wurden gewählt. Jetzt werden wir auch für das Präsidium und den Präsidentenposten kandidieren." Er hofft, dass der Erfolg seiner Initiative auch bundesweit etwas verändern wird: "Wir wollen die Kammer demokratischer machen. Dann werden die Leute freiwillig Mitglied. Ohne Zwang."