Konstituierende Sitzung 21.01.2013 -  erste lehrreiche Erfahrung in der Vollversammlung:         

Montag,  21.01.2013, ab 16.30 Uhr – rund 60 Kammerunterstützer (VV-Mitglieder +  IHK-Personal) und ein erklärter Kammerkritiker.         

Der Empfang war preußisch kühl, aber nicht eisig. Kolleginnen und Kollegen aus dem Handel  hatten keine „Berührungsprobleme“. 

Im fakultativen  Teil für neue VV-Mitglieder wurde über die unverzichtbare Notwendigkeit des  Kammerwesens informiert. Auch durften wir erfahren, dass Kritik an der  Zwangsmitgliedschaft vor deutschen Gerichten sinn- und erfolglos ist. Pikant  war die Aussage des HGF, dass die Haushalte der Kammern durch die  Rechnungsprüfungsstelle (RPS) für die IHK´n in Bielefeld geprüft werden. Erste  Wortmeldung  von mir: die RPS in  Bielefeld ist in Trägerschaft des DIHK in Berlin und eine unabhängige Prüfung  der Haushalte damit nicht gewährleistet. Besser und unabhängig wäre eine  Prüfung der IHK-Haushalte durch die Rechnungshöfe der Länder. Aber dagegen, man  kann sich denken warum,  wehren sich ja die Kammern (noch) erfolgreich vor den Gerichten.

Vollversammlungssitzung  – Wahl des Präsidenten und des Präsidiums. Als unerfahrener Neuling macht es  keinen Sinn, gegen den Präsidenten oder die Präsidiumsmitglieder zu kandidieren  – und einer muss ja schließlich den Job machen. Also werden Präsident und  Präsidium einstimmig gewählt. Danach schlägt der Präsident vor, zwei weitere  Personen, welche in der Wahl nicht die notwendigen Stimmen erhalten hatten,  wegen ihrer Unverzichtbarkeit in die VV zu  kooptieren. Zweite Wortmeldung vom Kritiker: Bei einer Wahlbeteiligung von 12 %  stellt sich bereits die Frage der IHK-Akzeptanz durch die Zwangsmitglieder. Nun  auch noch zusätzlich handverlesene Mitglieder in die VV zu schleusen führt die  Demokratie ad absurdum. Mein Vorschlag, Verzicht auf die Kooptation. Wortmeldungen  natürlich für die Kooptation, aber auch erfreulicherweise kritische Stimmen aus  der VV. Wahl der beiden Kandidaten mit je einer Gegenstimme und fünf bzw. acht  Enthaltungen.

Das  Arbeitsprogramm für die Wahlperiode 2013 – 2016 wurde vortragsmäßig umrissen.  Die Art der Präsentation forderte nicht zur Diskussion auf und so blieb es dann  auch bei den Worten des Präsidenten und des Hauptgeschäftsführers. 

Die  Zusammensetzung der Ausschüsse war bereits festgelegt, auch im Internet  angekündigt. Die entsprechenden Listen wurden im Ganzen abgebildet und die VV  hatte nur noch die Aufgabe, diese abzunicken.       

Ausscheidenden  VV-Mitgliedern wurde für ihre konstruktive Mitarbeit gedankt, langjährige  VV-Mitglieder mit einer Ehrenschale verabschiedet.

Planmäßiges  Ende der VV-Sitzung und Einladung zum anschließenden Imbiss – oder was die  Kammer unter Imbiss versteht.

Zum Imbiss  hatte ich mich angemeldet um Kontakte zu knüpfen und Kritikpunkte zu diskutieren  (dies gelang auch überraschenderweise sehr gut). Hätte ich aber gewusst, was  die Kammer unter einem Imbiss versteht, wäre ich nach der Sitzung sofort  gegangen. Aufgetafelt wurde ein erstklassiges 3-Gänge-Menue in bester Qualität  und Güte. Auch der Wein war nicht vom Discounter. Ein gutbürgerlicher Gaumen  wird nicht oft mit solchen Genüssen verwöhnt oder kann sich diese regelmäßig  leisten.

Interessenkonflikt  – aufstehen? Essen stehen lassen? Sich zur Lachnummer machen? Also durch, durch  den „Imbiss“, darüber nachdenken und Konsequenzen ziehen. Bei zukünftigen  Sitzungen oder Anlässen ist ein Getränk und ein Imbiss (Brezel, Brötchen) drin  – aber bei exquisiten Schlemmerveranstaltungen auf Kosten der Zwangsmitglieder habe ich nichts zu suchen. Die geschätzten Kosten des „Imbiss“ habe ich der  Kammer erstattet:
         

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